Öfter mal ein Rollenspiel

Kennen Sie das? Ihr Mitarbeiter hat alles im Griff. Der Kundentermin, die Präsentation oder das Teamgespräch ist vorbereitet, er ist alles mehrmals im Geiste durchgegangen.

Sie stellen dem Mitarbeiter dazu ein paar Fragen. Er antwortet zögerlich und bei Nachfragen wird es immer schwieriger. Im echten Termin klappt es dann bei der ersten kritischen Nachfrage nicht mehr. Er war wohl doch nicht so gut im Thema wie gedacht.

Wie kann er sich besser vorbereiten? Eine mögliche Lösung sind Rollenspiele. Rollenspiele gehen die konkrete Situation nochmal durch. Der Mitarbeiter kann natürlich einwenden, dass er das ja auch in „Gedanken“ macht, aber das ist grundsätzlich as anderes. In Gedanken ist immer alles klar und wie soll jemand sich selber unvorhergesehene Fragen stellen? Rollenspiele mit einem Kollegen oder dem Vorgesetzten können hier helfen. Obwohl beide Personen wissen, dass es nur ein Spiel ist, wirkt es nachhaltig.  Es kommen unvorbereitete Fragen, es wird geübt und das Thema verfestigt sich automatisch. Grund dafür sind die sogenannten Spiegelneuronen. Auch wenn der Mitarbeiter weiß dass er die Situation nur spielt werden die Spiegelneuronen angeregt, ähnlich wie bei einem Kind, welches durch zuschauen lernt.

Wurde ein Termin mit Rollenspielen vorbereitet kommt es sicherlich trotzdem zu unvorhergesehenene Situationen, aber darauf kann souveräner reagiert werden und es ist weniger anstrengend für den Kollegen. Dadurch bleibt mehr Kapazität zum Nachdenken und der Termin verläuft besser.

Bei Vorträgen hilft es übrigens auch den Vortrag zur Vorbereitung laut zu sprechen. In Gedanken ist immer alles parat und einfach. Erst beim Sprechen müssen die Gedanken in formulierte Sätze gebracht werden. Wird in der Vorbereitung also laut gesprochen wird schnell deutlich wo der Vortrag inhaltlich noch nicht passt oder wo der Vortragende noch an seiner Formulierung arbeiten muss.

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