Verlassen Sie Ihre persönliche Filterbubble

Wahrscheinlich wählen Sie genau aus, welchen Nachrichtenquellen Sie vertrauen und welche Menschen sie wertschätzen. Gegebenenfalls sind Sie bei Facebook, da Sie dort Personen und Dinge finden die Sie kennen und gut finden. Vielleicht finden Sie die Google-Suche gut, da Sie genau die Ergebnisse liefert, die Sie gesucht haben. Jedem gefällt es, wenn er genau das bekommt was er sich wünscht und wenn Ihm die passenden Informationen zur Verfügung gestellt werden.

Was hat das alles mit dem Konzept der Filterbubble zu tun und wie kann sich dies auf Ihr Arbeitsleben auswirken?

Was ist eine Filterbubble?

Filterbubble ist ein Begriff vom Internetaktivisten Eli Pariser und beschreibt das Konzept, dass Internetseiten die Informationen anzeigen, die dem entsprechen was sich eine Person vorher angeschaut oder gesucht hat. Dadurch wird es immer schwerer Informationen zu finden die sich außerhalb der Filterbubble befinden und den Ansichten des Betrachters widersprechen.

Die Filterbubble im Kontext Facebook und Google

Facebook und Google leben davon Sie so gut es geht zu kennen um Ihnen dadurch maßgeschneiderte Werbung zu präsentieren. Außerdem sollen Sie immer wiederkehren und möglichst lange verweilen. Diese Kombination bewirkt, dass Facebook und Google Ihnen die Informationen anbietet die Sie gut finden. Sagen wir mal Sie haben bei Facebook angegeben, dass Sie Stühle toll finden. Dann werden Ihnen noch mehr Stühle in unterschiedlichen Variationen präsentiert und eventuell noch Dinge die dazu gut passen, wie zum Beispiel Tische. Dinge die nicht gut zu Ihnen passen sollen möglichst nicht präsentiert werden, man will Sie schließlich nicht vergraulen, sondern möglichst lange auf der Seite halten und Ihnen Werbung präsentieren. Sowohl bei Google als auch Facebook hat das starke Auswirkungen auf die Suche nach Informationen. Beide filtern die Ergebnisse entsprechend der Informationen die über Sie bekannt sind. Umso mehr Informationen Sie preisgeben, umso genauer sind die Suchergebnisse und gleichzeitig wird es immer schwieriger Informationen zu finden von denen Google oder Facebook meinen dass sie nicht zu Ihnen passen. Die Filterbubble wird so immer perfekter und vor allem undurchlässiger. Umso wichtiger ist es diese Blase aktiv zu durchbrechen und dahinter zu schauen.

Auswirkungen im Arbeitsleben

Auch im Arbeitsleben gibt es Filterbubbles. Feedback ist wichtig um sich selber weiterzuentwickeln. Gleichzeitig kann Feedback aber auch schmerzhaft sein. Der eine oder andere fokussiert sich daher stärker auf diejenigen die das Feedback geben was derjenige hören möchte. Das gleiche gilt auch für Meinungen und Ideen. Uns sind diejenigen Menschen die unsere Meinungen und Ideen teilen sympathischer. Vertritt ein Kollege andere Meinungen und Ideen wird er es in Ihrer Gunst schwerer haben. Dadurch bildet sich schnell auch dort eine Art Filterbubble, nur das Ihre genetische Veranlagung hier ihren Einfluss geltend macht und nicht irgendwelche Algorithmen von Google und Co.

Wenn Sie sich selber weiterentwickeln wollen oder Ihr Unternehmen voranbringen möchten prüfen Sie das Feedback und die Meinung sowohl der Kollegen die auf Ihrer Wellenlänge liegen, als auch das Feedback von den Kollegen mit denen Sie nicht so gut harmonieren. Prüfen Sie immer wieder wie offen Sie gegenüber dem Feedback von anderen sind. Dies bedeutet nicht, dass Sie Feedback generell immer annehmen müssen. Aber Sie sollten sich zumindest kritisch damit auseinandersetzen und zumindest prüfen ob was an dem Feedback dran ist, auch wenn Ihnen das Feedback nicht gefällt und es dann auch noch von jemandem kommt der in Ihrer Gunst nicht sehr weit oben steht.

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